Vorwort des Präsidenten
Vorwort des Präsidenten
In seiner Botschaft vom Dezember 2015 zur sog. «Wiedergut
machungsinitiative», die eine Anerkennung des Leidens der von
fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen
Betroffenen verlangte, und die Wiedergutmachung forderte, hält
der Bundesrat fest, dass vor 1981 einer Vielzahl von Angehörigen
verschiedener Gruppen ein hohes Mass an Ungerechtigkeit wi
derfuhr: Dazu zählten namentlich Verdingkinder, Heimkinder
oder Personen, die im Rahmen administrativer Massnahmen in
geschlossene Anstalten, auch Strafanstalten eingewiesen wur
den; im Weiteren Frauen, die unter Zwang abtreiben mussten,
und weitere Opfer von Sterilisierungen, Kastrationen, Zwangsad
optionen, insbesondere auch bei der Minderheit der Fahrenden.
Es handelte sich um Zehntausende von Kindern und Jugend
lichen mit Aufenthalt in Heimen, in landwirtschaftlichen und
gewerblichen Betrieben, in geschlossenen Anstalten und Straf
anstalten, dies teils ohne Gerichtsbeschluss. Der Bundesrat sieht
es als erwiesen an, dass diese Menschen dort «oft physische und
psychische Gewalt erlebten, ausgenützt, misshandelt oder miss
braucht» wurden. Es sei auch vorgekommen, dass an Kindern
und Jugendlichen in Heimen Medikamentenversuche durchge
führt wurden.
Tätigkeitsbericht NKVF 2016
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