deskreis war er als Omar bekannt. 54 Binalshibh wuchs im Jemen auf und besuchte dort die Schule. Anschlieÿend arbeitete er als Schreiber bei der Bank of Yemen. 1995 reiste Binalshibh erstmals in die Bundesrepublik Deutschland ein. Er stellte hier unter falscher Identität einen Asylantrag, der nach erfolgloser Anfechtungsklage am 1.1.1998 rechtskräftig abgelehnt wurde. Zu seiner Identität hatte Binalshibh bei seiner Ersteinreise 1995 angegeben, dass sein Name Ramzi Mohamed Abdellah Omar laute, er am 16. September 1973 in Khartoum im Sudan geboren und sudanesischer Staatsangehöriger sei. Nach rechtskräftiger Ablehnung seines Asylantrages war Binalshibh seit dem 28. Februar 1998 vollziehbar ausreisepichtig. Er reiste jedoch nicht aus, sondern wechselte seine Identität und lebte weiter in der Bundesrepublik Deutschland unter seiner richtigen Identität als Ramzi Mohammed A..lah Binalshibh beziehungsweise in anderer Schreibweise Bin Al Sheiba aus dem Jemen. Unter dieser zutreenden Identität beantragte Binalshibh im Dezember 1997 ein Visum und eine Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik Deutschland, wobei er in dem Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung angab, erst am 2. Dezember 1997 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist zu sein. 55 In der Folgezeit versuchte Binalshibh in der Bundesrepublik Deutschland den Status eines Studenten zu erlangen, was ihm jedoch nicht gelang. Bekannten erzählte er, Politikwissenschaft studieren zu wollen. Tatsächlich erwarb er nie die hierfür notwendigen Qualikationen. In seinem Antrag vom 8. Dezember 1997 auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik Deutschland gab er an, hier ein Studium durchführen zu wollen und fügte zum Beleg für eine Deckung der Kosten seines Lebensunterhaltes eine auf den 20. Oktober 1997 datierte Bescheinigung des Inhabers eines Importund ExportGroÿhandels in Firma S... vor, wonach ihm dieses Unternehmen das Studium mit monatlich 950,DM nanzierte. Dabei handelte es sich jedoch lediglich um eine Gefälligkeitsbescheinigung des Inhabers. Tatsächlich war die Finanzierung eines Studienaufenthaltes für Binalshibh nicht beabsichtigt und wurde auch nicht durchgeführt. 56 Bereits vor seiner oziellen Einreise meldete Binalshibh sich am 3. Januar 1997 für einen Deutschkursus in Hamburg an. Nach seiner oziellen Einreise bewarb er sich für einen Platz am Studienkolleg Hamburg. Seine Bewerbung wurde jedoch mit Schreiben vom 17. Dezember 1997 abgelehnt, weil er die Aufnahmeprüfung nicht bestanden und somit ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nicht nachgewiesen hatte. In dieser Zeit bewarb er sich ebenfalls um Aufnahme am Studienkolleg Halle-W..berg. Den für den 3. März 1998 angesetzten Aufnahmetest für dieses Studienkolleg schrieb er jedoch nicht mit. Am Studienkolleg Münster hatte Binalshibh sich bereits am 12. September 1997 ebenfalls beworben. An dem hier auf den 17. Januar 1998 angesetzten Sprachtest nahm er zwar teil, el jedoch durch. Zwei weitere Termine für die Wiederholung dieses Tests am 8. August 1998 sowie am 9. Januar 1999 nahm Binalshibh nicht wahr. In 10

Select target paragraph3