publik Deutschland kam, ging er in der ersten Zeit zwar regelmäÿig zusammen mit seinen Mitstipendiaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen zum Freitagsgebet, im Übrigen pegte er jedoch in der ersten Zeit einen lockeren und luxuriösen Lebensstil mit gutem Essen, teurer Kleidung und der Nutzung gemieteter Autos. Er war lustig und ruhig und wirkte wie ein groÿer Bär; so hat ihn ein Zeuge charakterisiert. Im Verlaufe des Jahres 1998 veränderte er sich in starkem Maÿe. Er brach weitgehend den Kontakt zu seinen früheren Freunden ab, trug vorwiegend afghanische Kleidung und suchte keine Restaurants mehr auf, in denen Alkohol getrunken wurde. In seinen verschiedenen Wohnungen in Hamburg-Harburg lebte er ohne Radio und Fernsehen. Als Einrichtungsgegenstände gab es dort im Wesentlichen nur Matratzen, was Al Shehhi gegenüber einem seiner früheren Freunde aus der Religion heraus begründete. Auÿerdem lieÿ er sich den ungestutzten Bart streng gläubiger Muslime stehen, den so genannten Bart des Propheten, wie ihn der Prophet Mohamed getragen haben soll. 86 Al Shehhi entwickelte einen Hass auf die USA, der zu einem nicht genau festgestellten Zeitpunkt im Frühjahr oder Sommer des Jahres 1999 so stark geworden war, dass Al Shehhi aus einem nicht festgestellten Anlass die Haltung verlor und gegenüber der ihm nicht näher bekannten Zeugin D.., die damals als Aufsichtskraft in der Bibliothek des Rechenzentrums der Universität Hamburg arbeitete, in den Räumen dieser Bibliothek lautstark über die USA und deren damaligen Präsidenten Clinton schimpfte. Möglicherweise hatte Al Shehhi sich zuvor über einen nicht festgestellten Umstand geärgert. Jedenfalls sprach er kurz vor Schlieÿung der Bibliothek die Zeugin D.. an und äuÿerte ihr gegenüber lautstark nicht mehr exakt feststellbare Beschimpfungen der USA und des damaligen Präsidenten Clinton. Inhaltlich äuÿerte er sich dabei dahingehend, dass die USA und deren Präsident Clinton scheiÿe seien und die USA für die Tötung von Kindern im Nahen Osten verantwortlich sei. Auÿerdem sprach er gegenüber der Zeugin D.. eine sinngemäÿ dahingehende Drohung aus, dass noch etwas passieren würde und sie schon sehen und noch an ihn denken würde. Bezüglich der Identizierung Al Shehhis durch die Zeugin D.. als Sprecher der von ihr bekundeten Aussprüche geht der Senat auf Grund Wahrunterstellungen gemäÿ Beweisbeschlüssen vom 22. Juni 2005 davon aus, dass jedenfalls nach dem Eindruck des Zeugen A.. M.. Atta deutlich kleiner war als Al Shehhi und die Abkürzung vPH in ägyptischen Pässen  so, wie insbesondere in Attas Pass  die Bedeutung voir Photo hat und eine als siehe Photo zu übersetzende Bezugnahme auf das Passfoto darstellte. 87 cc) Jarrah 88 Jarrah, der trotz Besuchs christlicher Schulen in seiner Heimat Moslem war, wirkte nach auÿen freundlich und weltoen, sympathisch und eiÿig. In den ersten Jahren nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland hielt er die islamischen Regeln der Religionsausübung nicht streng ein. Dies änderte sich mit zunehmendem Kontakt Jarrahs zu dem streng gläubigen Atta und dessen 18

Select target paragraph3

Connect to a paragraph
Connect to an entity
Disable highlights
Add to table of contents