und Veränderung geschildert. Al Shehhis Veränderung hat nach der Schilderung des Zeugen 1998 begonnen, nachdem er erstmals nach Hamburg gegangen war. Der Zeuge A.. hat berichtet, dass Al Shehhi danach religiöser geworden sei, sich den Bart streng gläubiger Muslime habe wachsen lassen und den Kontakt zu früheren Freunden abgebrochen habe. Aufgrund seiner Besuche bei Al Shehhi in Hamburg hat der Zeuge A.. Veränderungen in den Lebensumständen und den Wohnverhältnissen Al Shehhis bemerkt. Der Zeuge hat angegeben, Al Shehhi habe vorher in Bezug auf Wohnung, Kleidung, Autos und Essen gut gelebt, später habe es in Hamburg bei ihm in der Wohnung nur Matratzen gegeben und er habe sehr einfach gelebt, auch was Kleidung anbelangt. Al Shehhi habe die Veränderung seiner Lebensumstände aus der Religion heraus begründet. Über politische Fragen habe er mit Al Shehhi allerdings nicht geredet. 501 Die Angaben des Zeugen A.. sind uneingeschränkt glaubhaft. Der Zeuge hatte zum einen über einen recht langen Zeitraum Kontakt zu Al Shehhi, so dass er gerade auch dessen Veränderung wahrnehmen und wiedergeben konnte. Andererseits gehörte er nicht zu den engen Freunden Al Shehhis und konnte deshalb mit einer erkennbar gewordenen inneren Distanz über dessen Entwicklung berichten. 502 Soweit die getroenen Feststellungen zu Al Shehhi sich auf den Zeitraum nach seinem erstmaligen Wechsel nach Hamburg beziehen, sind die Angaben des Zeugen A.. durch die Zeugen N.. und M.. bestätigt worden. Beide hatten intensiven Kontakt zu Atta, mit dem Al Shehhi nach den Angaben der Zeugen M.. und N.. nach seinem erstmaligen Wechsel nach Hamburg viel zusammen war. Dadurch haben beide Zeugen auch einen Eindruck dazu gewinnen können, wo und wie Al Shehhi wohnte und welche Ansichten er hatte. Beide Zeugen hatten keinen Grund, Al Shehhi etwa übertrieben negativ darzustellen. Vielmehr hatten beide nach ihren eigenen Angaben zu ihm ein positives Verhältnis und fanden ihn recht sympathisch. So hat der Zeuge N.. Al Shehhi beispielsweise als charmant und zurückhaltend bezeichnet und ausgesagt, dass Al Shehhi in der Gruppe viel lockerer und entspannter gewesen sei als Atta. Auÿerdem hat der Zeuge N.. angegeben, dass Al Shehhi vom Dschihad und vom Paradies geträumt habe. 503 Dass Al Shehhi in Hamburg sehr spartanisch, mit Ausnahme von Matratzen weitgehend ohne Möbel und ohne Fernsehen, gelebt hat, ist auÿer durch den Zeugen A.. auch durch die Zeugin W.., die Vermieterin Al Shehhis in der Wilhelmstraÿe 30, bestätigt worden. Sie hat Al Shehhi dort einmal auf eine Tasse Tee besucht und sich einen Eindruck von den Wohnverhältnissen verschaen können. 504 Die Feststellungen zu einem gegen die USA gerichteten wütenden verbalen Ausbruch Al Shehhis im Frühjahr oder Sommer 1999 in der Bibliothek des Rechenzentrums der Universität Hamburg beruhen auf der Aussage der Zeugin D.., die in der betreenden Zeit dort als Aufsichtskraft gearbeitet hat. Die Zeugin D.. hat die gegen die USA gerichtete Beschimpfung Al Shehhis so wie festgestellt 122

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