die Gasabrechnung nachsuchte, als Anschrift Al Shehhis die damalige Anschrift
Bahajis in der Bunatwiete 23 in 21073 Hamburg-Harburg mit dem Zusatz c/o
Said Bahaji an, so dass in seiner Abwesenheit Bahaji die Angelegenheiten Al
Shehhis regeln könnte.
237
Um nicht etwa durch Verzögerungen bei der Zahlung restlicher Mieten und
Nebenkosten Aufsehen zu erregen, lieÿ der Angeklagte dabei auch Nebenkostenabrechnungen an Al Shehhi unter c/o Said Bahaji in dessen Wohnung in der Bunatwiete 23 in Hamburg-Harburg schicken, damit Bahaji sich absprachegemäÿ um
während der bevorstehenden Abwesenheit des Angeklagten für Al Shehhi eingehende Post kümmern konnte.
238
*'7. Reisen Essabars, Mzoudis und des Angeklagten zur Al Qaida*'
239
a) Reise Essabars
240
Essabar war entsprechend den ursprünglichen Planungen der Vereinigung bereits vor Rückkehr Attas, Al Shehhis, Jarrahs und Binalshibhs aus Afghanistan
seinerseits dort hingereist. Die genauen Reisedaten Essabars sind nicht festgestellt worden. Seine Abreise erfolgte jedenfalls nur kurze Zeit nachdem er am
3. Januar 2000 bei der pakistanischen Botschaft in Berlin ein Einreisevisum für
Pakistan erhalten hatte. Essabar gelangte nach seiner Anreise nach Pakistan auf
der Route der Al Qaida in deren Lager in Afghanistan. Neben der Grundausbildung absolvierte Essabar bei der Al Qaida eine weiterführende Ausbildung und
machte einen Lehrgang für taktisches Verhalten in den Bergen. Essabar blieb
etwa ein halbes Jahr bei der Al Qaida in Afghanistan. Nachdem am 17. August
2000 für ihn durch einen Unbekannten ein Rückug-Ticket bestellt worden war,
og er am 19. und 20. August 2000 von Karatschi über Dubai in die Bundesrepublik Deutschland zurück.
241
Die genauen Einzelheiten des Kontaktes Essabars zu der Al Qaida-Führung
in Afghanistan sind nicht festgestellt worden. Er war jedenfalls der Al QaidaFührung als Mitglied der in Hamburg bestehenden islamistischen Vereinigung
um Atta bekannt und in dieser Eigenschaft dorthin gereist. Er wurde, mit positivem Ergebnis, von der Al Qaida-Führung dahingehend geprüft und beurteilt,
ob und wieweit er in die Vorbereitung und Durchführung der geplanten Flugzeuganschläge in den USA einbezogen werden könnte.
242
In Hamburg wurde der Aufenthalt Essabars bei der Al Qaida in Afghanistan
von den sich zu dieser Zeit in Hamburg aufhaltenden anderen Vereinigungsmitgliedern gegenüber auÿenstehenden Freunden und Bekannten Essabars verschleiert,
um das Bestehen der Vereinigung und ihr Vorhaben der Begehung von Anschlägen gegen Juden und Amerikaner nicht zu gefährden. Hierbei wurde vor allem
Mzoudi tätig, der bis zu Essabars Abreise mit diesem zusammen in der Wohnung
in der Marienstraÿe 54 gewohnt und ein Telefon geteilt hatte. Als der Zeuge B..,
der früher mit Essabar eng befreundet gewesen war, einige Zeit nach der Abreise
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