339 Bahaji nahm in der Folgezeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gelegentlich Kontakt zu seinen Familienangehörigen in Hamburg und insbesondere zu seiner Ehefrau auf. Dabei beteuerte er wiederholt, dass er selbst, wie auch der Angeklagte, mit den Ereignissen des 11. September 2001 nichts zu tun gehabt hätte. Er wusste dabei, dass dies jedenfalls in der zum Ausdruck gebrachten generellen Form nicht zutraf, wollte jedoch seine Verstrickung in die Anschläge vom 11. September 2001 nicht oen legen. Auch war bei seinen Äuÿerungen bewusst, dass seine Kontakte zu seinen Familienangehörigen in Hamburg polizeilich überwacht wurden, was tatsächlich auch der Fall war. Seine Unschuldsbekundungen gab er deshalb bewusst auch zu dem Zweck ab, um damit sich und den Angeklagten zu entlasten. 340 Essabar setzte sich noch vor Bahaji am 30./31. August 2001 nach Pakistan und Afghanistan ab. Er war entweder von Bahaji oder auf andere Weise vom Inhalt der SMS Attas unterrichtet worden und später von Binalshibh informiert worden, dass die Anschläge bevorstanden, und von Binalshibh gebeten worden, eine Nachricht mit dem Datum der Anschläge an die Al Qaida Führer in Afghanistan zu übermitteln. Essabar, der schon auf Grund der SMS des Atta mit den Vorbereitungen seiner Flucht aus Deutschland begonnen hatte, wollte diesen Auftrag durchführen und anschlieÿend für unabsehbare Zeit in Afghanistan bei der Al Qaida bleiben, um so unterzutauchen und sich der erwarteten Strafverfolgung zu entziehen, sofern nicht die erwarteten Anschläge unterbleiben würden und eine Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland risikolos möglich erschiene. Am 23. Juli 2001 hatte er bei der pakistanischen Botschaft in Berlin ein Touristenvisum für die Einreise nach Pakistan beantragt und erhalten. Am 22. August 2001 buchte er bei einem Reisebüro in Hamburg einen Flug bei der Fluggesellschaft TurkishAirlines von Hamburg über Istanbul nach Karatschi für den 30. August 2001. Am 31. August 2001 kam er in Karatschi an. 341 Nach seiner Ankunft in Karatschi rief Essabar von dort aus am 31. August 2001 sowie am 2. September 2001 bei Bahaji in Hamburg an. Bei diesen Gesprächen wurde zwischen ihm und Bahaji besprochen, wann und wo sie sich in Afghanistan wieder treen wollten. Anschlieÿend reiste Essabar nach Afghanistan weiter und benachrichtigte auftragsgemäÿ Khalid Sheikh Mohammed von dem geplanten Datum der bevorstehenden Anschläge. Danach blieb er in einem Lager der Al Qaida in Afghanistan. Er nahm dort eine Führungsposition ein und wohnte in einem besonderen Haus, das der Führungsgruppe der Al Qaida vorbehalten war. Wo Essabar sich seither aufhält, ist unbekannt. 342 Als letztes der Vereinigungsmitglieder, die kurz vor den Anschlägen vom 11. September 2001 üchteten, verlieÿ Binalshibh am 5. September 2001 die Bundesrepublik Deutschland. Er og an diesem Tag mit einem Flugzeug der Lufthansa von Düsseldorf nach Madrid. Einen für den 19. September gebuchten Rückug von Madrid nach Düsseldorf nahm er nicht wahr. Von Madrid gelangte er nach Pakistan und von dort in ein Lager der Al Qaida in Afghanistan, wo er sich während der Anschläge vom 11. September 2001 sowie in der Zeit danach 80

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