365
IV.
366
*'Beweiswürdigung*'
367
*'1. Angaben des Angeklagten bei früheren polizeilichen und richterlichen Vernehmungen*'
368
Der Angeklagte hat sich in der erneut durchgeführten Hauptverhandlung weder
zur Sache noch zu seinen persönlichen Verhältnissen eingelassen, nachdem er
früher, zunächst als Zeuge und später als Beschuldigter, ausgesagt hatte. Die
Inhalte und Umstände dieser Aussagen hat der Senat durch Vernehmung des
Kriminalbeamten beim Bundeskriminalamt K.. sowie des früher bei der Generalbundesanwaltschaft tätigen Staatsanwalts L.. als Zeugen und hinsichtlich des
Inhalts der vor der Ermittlungsrichterin beim Bundesgerichtshof am 29. November 2001 geleisteten Aussage durch Verlesung des schriftlichen Protokolls dieser
Vernehmung in die Hauptverhandlung eingeführt.
369
Der Zeuge K.. hat angegeben, den Angeklagten am 16. September 2001, 17.
September 2001 und 20. September 2001 als Zeugen vernommen und am 18.
September 2001 ein ergänzendes Gespräch geführt zu haben. Der Angeklagte
habe ihm damals als Zeuge im Verfahren gegen Bahaji unter anderem Angaben
zu seinen persönlichen Verhältnissen und zu den Sachverhalten gemacht, die
Gegenstand der Vorwürfe gegen Bahaji im Zusammenhang mit den Attentaten
des 11. September 2001 waren.
370
Er habe ihm berichtet, dass er sein Studium der Elektrotechnik in Hamburg
dadurch nanziere, dass er gelegentlich arbeite und gelegentlich Geld von seinen
Eltern erhalte und vom Studentenwerk Fördermittel von 750,DM monatlich
bekomme. Mit seiner Frau habe er sich angefreundet, als diese im Sommer 1999
in die von ihm mitbewohnte Wohngemeinschaft in dem Studentenwohnheim in
der Schüttstraÿe 3 eingezogen sei. Danach sei sie in sein dortiges Zimmer gezogen. Später seien sie zusammen in die Wohnung Al Shehhis in der Wilhelmstraÿe
30 gezogen.
371
372
In der Islam-AG an der Technischen Universität Hamburg-Harburg, in der Bahaji für Organisatorisches zuständig gewesen sei, sei er nicht Mitglied gewesen.
Es handele sich bei dieser AG nicht um einen festen Kreis. Einmal sei er auf
einer Veranstaltung dieser AG gewesen. An einem Treen von Muslimen in den
Niederlanden habe er teilgenommen. Den Ort erinnere er nicht mehr.
373
Zu Atta befragt, habe er angegeben, dass Atta ihm als El Amir von der Technischen Universität Hamburg-Harburg und aus Moscheen bekannt gewesen sei,
zuletzt habe er ihn vor zwei Jahren gesehen. Es sei richtig, dass er Attas Testament unterschrieben habe. Es sei unter Muslimen ganz normal, dass jemand in
jungen Jahren sein Testament aufsetze und unter Bekannten üblich, dieses als
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