Bekannten namens B.. vorgestellt worden. Binalshibh habe ihn häuger besucht
und auch seinen Internetzugang genutzt. Im Herbst 1999 habe er von Binalshibh
erfahren, dass er ebenfalls plane, nach Tschetschenien zu gehen und sich dort
an den Kämpfen zu beteiligen. Im Frühjahr, nach seiner eigenen Rückkehr aus
Marokko, habe er Binalshibh wieder getroen. Binalshibh habe ihm dabei nicht
erzählt, in Afghanistan in einem Lager gewesen zu sein. Das habe er aber von Al
Shehhi schon gewusst. Danach habe er Binalshibh erst im August 2000 wieder
gesehen, als dieser ihn in der Goeschenstraÿe besucht habe. Bei diesem Zusammentreen habe Binalshibh ihm erzählt, dass Atta in Malaysia promoviere und
Al Shehhi überlege, mit seiner Frau nach Afghanistan zu gehen. Danach sei es
noch zu zwei kurzen Treen mit Binalshibh gekommen, und zwar Anfang 2001
sowie im August 2001. Zu einem Gespräch sei es dabei nicht gekommen.
400
Auch zu der Überweisung von 5.000,DM vom Konto Al Shehhis an Binalshibh
im September 2000 habe sich der Angeklagte geäuÿert und nunmehr angegeben,
dass er im September 2000 plötzlich ein Fax von Binalshibh bekommen habe.
Es habe sich um ein handschriftliches Fax-Schreiben gehandelt mit der Bitte,
5.000,DM auf Binalshibhs Konto zu überweisen, weil Marwan (Al Shehhi) Geld
brauche. Er habe keinen Grund gesehen, deswegen nachzufragen, sondern habe
das Geld wunschgemäÿ vom Konto Al Shehhis überwiesen. Dabei sei er davon
ausgegangen, dass das Konto gedeckt sei, weil Personen aus den so genannten
Golfstaaten in der Regel nanziell gut ausgestattet seien. Er habe geglaubt,
dass Al Shehhi das Geld benötige, um mit seiner Frau nach Afghanistan zu
gehen. Auf Vorhalt seiner früheren Angaben, wonach die Bitte um Überweisung
der 5.000,DM von Binalshibh persönlich im Gespräch bzw. telefonisch geäuÿert
worden sein sollte, habe der Angeklagte erklärt, sich erst jetzt an das Fax erinnert zu haben.
401
Der Angeklagte habe erstmals auch Angaben zu einem Zusammentreen mit
Verwandten Al Shehhis in Hamburg im Januar 2001 gemacht. Er habe angegeben,
dass diese Al Shehhi gesucht hätten, weil sie ihn seit Herbst 2000 nicht mehr
gesehen hätten. Als sie ihn um eine Kontaktanschrift zum Aunden Al Shehhis gebeten hätten, habe er ihnen gesagt, dass Al Shehhi sich in Afghanistan
oder Tschetschenien aufhalte. Er habe auch darauf hingewiesen, dass er eine
Vollmacht Al Shehhis besitze und sei mit Al Shehhis Bruder zusammen zu der
kontoführenden Bank Al Shehhis gegangen. Dort hätten sie den Kontostand
erfragt und Kontoauszüge erhalten. Er habe die Kontounterlagen nur üchtig
eingesehen. Es hätten sich daraus keine Hinweise auf den Aufenthalt Al Shehhis
und keine Auälligkeiten ergeben.
402
Der Zeuge L.. hat weiter berichtet, dass der Angeklagte bei dieser Vernehmung
erstmals eingeräumt habe, Jarrah gekannt zu haben. Er habe ihn gelegentlich
bei dem Zeugen M.. oder in der Al Quds-Moschee in Hamburg sowie auch in der
Marienstraÿe 54 gesehen. Engen Kontakt habe er zu Jarrah nicht gehabt. Im
Herbst 1999 habe Binalshibh ihm erzählt, dass Jarrah auch nach Afghanistan
und Tschetschenien aufgebrochen sei. Binalshibh habe ihn gebeten, Jarrahs Frau
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