hätten. Danach habe er nichts mehr von Bahaji gehört. 405 Der Zeuge L.. hat weiter berichtet, der Angeklagte habe auch zu seiner eigenen Einstellung zu Israel und den Juden Angaben gemacht und sich dahin eingelassen, nicht geäuÿert zu haben dass es eine gute Sache gewesen sei, was Hitler während des Dritten Reiches gemacht habe. Er habe auch nicht New York als Zentrum der Juden bezeichnet und nicht gesagt, dass die Juden brennen sollten. Das sei nicht sein Stil. Im Übrigen habe er auch niemanden als unser Pilot vorgestellt. Er könne sich dazu keinen Zusammenhang vorstellen. 406 Weiter hat der Zeuge L.. ausgeführt, dass der Angeklagte erstmals eingeräumt habe, von Pakistan aus nach Afghanistan gereist zu sein. Er habe dazu angegeben, nach Attas Rückkehr aus Afghanistan auf die Idee gekommen zu sein, selbst dorthin zu fahren. Er habe darin die Erfüllung einer religiösen Picht gesehen. Der Koran schreibe Männern vor, Reiten, Schieÿen und Schwimmen zu lernen. Dieser Picht habe er nachkommen wollen. Der damalige Zeitpunkt sei für seine Reise optimal gewesen; seine Frau sei schwanger gewesen und er habe seine religiöse Picht vor der Geburt des Kindes erledigen wollen. Sein Studium sei durch die Reise nicht beeinträchtigt worden. Im Gegenteil sei der Zeitpunkt günstig gewesen. Er habe die Wiederholung einer Klausur vor sich gehabt, bei welcher er früher durchgefallen sei. Es sei sinnvoll gewesen, diese Wiederholung hinauszuschieben, um mehr Zeit zum Lernen zu haben. Er sei zunächst mit seiner Frau nach Marokko gefahren, wo er von seinen Eltern als Hochzeitsgeschenk 6.000,DM oder 7.000,DM bekommen habe. Anschlieÿend sei er für kurze Zeit nach Hamburg zurückgekommen und habe hier bei dem Zeugen T.. gewohnt. Er habe sich ein Visum für Pakistan besorgt und ein Flugticket. Bahaji, dem er eine Generalvollmacht erteilt gehabt habe, sowie Atta, Al Shehhi und Binalshibh seien in seinen Reiseplan eingeweiht gewesen. Seinen Kommilitonen und seiner Familie gegenüber habe er sein Reiseziel jedoch geheim gehalten. Ende Mai 2000 sei er nach Karatschi gefahren und dort für ein bis zwei Wochen im Hotel Al Mustafa geblieben. Von Karatschi aus habe er ein Flugzeug nach Quetta in Pakistan genommen, wo er sich im TalibanBüro gemeldet habe, wie Atta und Al Shehhi es ihm geraten hätten. Er sei ein bis zwei Wochen dort geblieben und sodann mit einem Taxi zur Grenze nach Afghanistan gefahren worden. Von dort aus sei er mit einem anderen Taxi weiter in ein Gästehaus in Kandahar gebracht worden. Bei der Aufnahme in dem Gästehaus in Kandahar durch einen Araber habe er gesagt, dass er eine Grundausbildung machen wolle und nur etwa drei Wochen bleiben könne. Er habe dort seinen Pass abgeben und sich einen Decknamen suchen müssen. Dies sei bei ihm der Vorname seines Vaters Brahim gewesen. Etwa drei Tage später sei er nach Kandahar in ein Lager gekommen, wo er etwa drei bis vier Wochen geblieben sei. In dem Lager seien damals mehrere hundert Personen gewesen. In Gruppen von sieben bis acht Personen hätten sie sodann gelernt, Waen zu reinigen und zusammenzusetzen sowie damit zu schieÿen. Neben dem Unterricht im Umgang mit Waen habe es auch religiöse Treen gegeben, und zwar insbesondere Predigten in der Moschee des Lagers. Diese Predigten seien von jungen Predigern gehalten worden und in- 95

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