einer Flugsimulatoreneinrichtung, für das er in seiner Pilotenausbildung noch
gar nicht weit genug fortgeschritten war. Kurze Zeit sp��ter wurde er in den
USA festgenommen. Die Bedenken Attas, Binalshibhs und Khalid Sheikh Mohammeds bezüglich der Zuverlässigkeit Jarrahs waren inzwischen überwunden,
nachdem Binalshibh im Juli 2001 bei dem bereits erwähnten Treen in Düsseldorf mit Jarrah ein sehr ernsthaftes Gespräch geführt hatte, in welchem es
ihm gelungen war, Jarrah zu überzeugen, den Verabredungen der Vereinigung
weiterhin zu folgen und die Flugzeugoperation nicht zu gefährden.
274
Schlieÿlich trat der Araber Hani Hanjour als vierter Pilot neben Atta, Al Shehhi und Jarrah bei der Ausführung der Anschläge vom 11. September 2001
ein. Hanjour og an diesem Tag gegen 09.37 Uhr ein Flugzeug der amerikanischen Fluggesellschaft American-Airlines in das Gebäude des Verteidigungsministeriums der USA. Er hatte schon früher eine Flugausbildung in den USA
gemacht und war im Besitz einer Privatpilotenlizenz sowie einer Lizenz für
gewerbliche Flüge. Im Sommer des Jahres 2000 war er in ein Lager der Al
Qaida in Afghanistan gekommen. Auf Grund seiner Qualikation war er der
Al Qaida-Führung bereits damals als geeignet erschienen, an der beabsichtigten
Flugzeugoperation teilzunehmen. Als weder Binalshibh noch Essabar eine Einreise in die USA gelang, wurde von der Al Qaida-Führung Hanjour dorthin
geschickt, um die Stelle des ursprünglich als vierten Piloten vorgesehenen Binalshibh einzunehmen. Hanjour machte in den USA vor den Anschlägen vom
11. September 2001 noch einige Probeüge und traf sich zur Abstimmung der
Anschlagsdurchführung im August 2001 mit Atta und dessen Stellvertreter Al
Hazmi in Las Vegas.
275
c) Rekrutierung und Instruierung der weiteren Attentäter
276
Parallel zu den Bemühungen um einen vierten Piloten für die Flugzeuganschläge
wurden von der Al Qaida-Führung weitere Attentäter ausgewählt, welche die
Piloten bei der Durchführung der Flugzeugattentate unterstützen sollten. Diese
weiteren Attentäter ohne Pilotenausbildung sollten in die Cockpits der betreffenden Flugzeuge eindringen und die Piloten ausschalten. Auÿerdem gehörte es
zu den Aufgaben dieser als Muskelmänner bezeichneten weiteren Attentäter,
während der Flüge die Passagiere und das Bedienungspersonal in den Flugzeugen in Schach zu halten.
277
Die bei den Anschlägen als weitere Attentäter beteiligten Personen wurden von
Osama Bin Laden selbst aus der Vielzahl attentatsbereiter junger arabischer
Männer ausgewählt, die sich bei der Al Qaida in Afghanistan meldeten. Mit der
Auswahl begann Bin Laden etwa im Sommer 2000. Ausgewählt wurden unter
anderem Al Midhar und Al Hazmi, denen es selbst nicht gelungen war, eine
Pilotenausbildung zu absolvieren. Insgesamt stammten zwölf der fünfzehn so
genannten Muskelmänner aus Saudi-Arabien.
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Al Midhar und Al Hazmi, die zunächst selbst als Piloten bei den Flugzeugat-
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