noch deutlicher beschrieben. In dieser als Manifest der Internationalen Islamischen Front für den Dschihad gegen die Juden und Kreuzfahrer überschriebenen Proklamation heiÿt es, dass der Dschihad zur individuellen Picht eines jeden Muslim werde, wenn Feinde muslimisches Land angreifen würden. Auf Grund dessen werde für alle Muslime verkündet, dass das Töten der Amerikaner und ihrer Verbündeten, ob Zivilisten oder Soldaten, die persönliche Picht eines jeden dazu fähigen Muslim in jedem Land sei, wo dies möglich sei, bis die Moscheen Al Aqsa und Al Haramein aus ihrem Gri befreit und ihre Armeen zerschlagen seien und mit gebrochenen Flügeln aus allen Ländern des Islam abzögen. Jeder Muslim, der an Gott glaube und seine Belohnung anstrebe, sei verpichtet, die Amerikaner zu töten und ihr Vermögen zu rauben, überall wo sie zu nden seien und wann immer dies möglich sei. Die Gelehrten der Muslime, deren Führer, Jugendliche und Soldaten seien aufgerufen, Angrie gegen die amerikanischen Soldaten und gegen ihre Verbündeten zu führen. Zur Umsetzung dieser Ziele organisierte und unterstützte die Al Qaida Attentate auf jüdische und amerikanische Einrichtungen. 165 Die schon erwähnte Rede Anfang 2000 enthält den Aufruf zum Dschihad mit der Begründung, dass der Nutzen des irdischen Lebens gegenüber dem Jenseits nur winzig sei. Für Zögern, Nachdenken und Zaudern oder für ein Ausweichen vor dem Kampf gebe es keine Möglichkeit. Wie Gott zum Sieg in Afghanistan verholfen habe, so solle er auch im Kampf gegen die Amerikaner und gegen die, die für sie Partei ergrien, helfen. Die Liebe zum irdischen Dasein und die Abneigung gegen den Kampf sei Schwäche. Es gebe kein Ausweichen, den Dschihad für die Sache Gottes aufzunehmen. Der Preis des Märtyrertodes sei das Paradies. Die Predigt steht unter dem Koranvers: Vorgeschrieben ist euch der Kampf, doch ist er euch ein Abscheu, aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist und Gott weiÿ, ihr aber wisset nicht. 166 Von den in den Jahren vor 2001 verübten Anschlägen gegen jüdische und amerikanische Einrichtungen standen Osama Bin Laden und seine Organisation Al Qaida jedenfalls hinter den am 7. August 1998 ausgeführten Sprengstoanschlägen auf die US-amerikanischen Botschaften in Nairobi in Kenia sowie Daressalam in Tansania. Osama Bin Laden und der Al Qaida zuzurechnen ist des Weiteren der am 12. Oktober 2000 verübte Sprengstoanschlag auf das US-amerikanische Militärschi USS Cole während eines Aufenthaltes im Hafen von Aden im Jemen, bei dem auÿer den Attentätern 17 amerikanische Seeleute getötet wurden. 167 Auÿer der Durchführung eigener, selbst organisierter Anschläge unterstützten Osama Bin Laden und die Al Qaida die Begehung weiterer Anschläge gegen Juden und Amerikaner durch unabhängige TerroristenGruppen, insbesondere indem sie diesen eine Ausbildung in ihren terroristischen Ausbildungslagern und nanzielle Mittel zur Verfügung stellten. In den Ausbildungslagern der Al Qaida in Afghanistan, deren Anzahl nicht festgestellt worden ist, zu denen aber mindestens zwei Ausbildungslager bei Kabul und Kandahar und ein Wohnkomplex 38

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