Hamburg entschieden. Im Dezember 1997 stellte er einen Antrag, an das Studienkolleg Hamburg wechseln zu dürfen. Diesem Antrag wurde im Januar 1998
entsprochen und Al Shehhi wechselte daraufhin zum Sommersemester 1998 nach
Hamburg. Nachdem er im Mai 1998 schon die erste Prüfungsklausur nicht bestanden hatte, erschien er zu den weiteren Prüfungsklausuren nicht mehr. Nach
Intervention der Bonner Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate beim
Studienkolleg Bonn durfte Al Shehhi sodann ab dem 7. Januar 1999 dort erneut
das zweite StudienkollegSemester besuchen und bestand dort schlieÿlich im Juni
1999 die Feststellungsprüfung mit einer Gesamtnote von 3,5. Noch im Juni 1999
bewarb er sich zum bevorstehenden Wintersemester 1999/2000 für ein Studium
des Schisbaus an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Er erhielt
den gewünschten Studienplatz und nahm im Wintersemester 1999/2000 jedenfalls einige Wochen lang bis zu seiner im November 1999 erfolgten Abreise in
ein Ausbildungslager der Al Qaida in Afghanistan an Studienveranstaltungen
teil, ohne jedoch in der deutschen Sprache und in seinem Studium Fuÿ zu fassen.
43
Al Shehhi war in der Bundesrepublik Deutschland nur in ganz geringem Umfang
erwerbstätig; in der Zeit vom 1. bis zum 31. August 1998 arbeitete er bei ... in
W... bei Hamburg, wo etwa ein Jahr später, wie schon erwähnt, Atta, Binalshibh
und der Angeklagte arbeiteten.
44
Al Shehhi wohnte nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland in
Bonn zunächst im ...weg zur Untermiete und sodann von März 1997 bis Februar 1998 in einer EinZimmerWohnung in der ...straÿe ... Noch im Februar 1998
übernahm er die von ihm in Hamburg angemietete ZweiZimmerWohnung in der
Harburger Chaussee 115, die er in der Folgezeit, teilweise zusammen mit Atta
und Binalshibh, bis zum Herbst 1998 bewohnte. Nachdem er zwischenzeitlich
vorübergehend in die Vereinigten Arabischen Emirate zurückgekehrt war, wo er
geheiratet und sich im Ergebnis ohne Erfolg um die Möglichkeit bemüht hatte, seine Ausbildung in der Bundesrepublik Deutschland abzubrechen und ein
Studium in der Heimat zu beginnen, lebte er bis zur Beendigung des Studienkollegs in Bonn von Anfang 1999 bis zum Herbst 1999 dort in der ...allee ... Danach
wohnte Al Shehhi im Sommer 1999 zunächst vorübergehend bei Atta und dessen
Mitbewohnern in der Marienstraÿe 54. Für die Zeit ab dem 1. September 1999
mietete er eine DreiZimmerWohnung in der ebenfalls in Hamburg-Harburg in
der Nähe der Marienstraÿe 54 gelegenen Wilhelmstraÿe 30, wo er in den folgenden Monaten, teilweise zusammen mit Atta und Binalshibh, wohnte. Nachdem
der Angeklagte, den Al Shehhi zwischenzeitlich zu einem nicht genau festgestellten Zeitpunkt kennen gelernt hatte, bereits im September 1999 auf islamische
Art seine spätere Ehefrau geheiratet hatte, bot Al Shehhi ihm die Wohnung
in der Wilhelmstraÿe 30 an und es kam zu einem Tausch, bei welchem der
Angeklagte im Oktober 1999 zusammen mit seiner späteren Ehefrau in die Wohnung Al Shehhis in der Wilhelmstraÿe 30 einzog, während Al Shehhi zumindest
vorübergehend in dem Zimmer des Angeklagten in dem Studentenwohnheim
Schüttstraÿe 3 wohnte, bis er im November 1999 in ein Ausbildungslager der Al
Qaida in Afghanistan reiste.
7